A34 Comet Mk1 Model A ‘Celerity’

A34 Comet Mk1 Model A ‘Celerity’ T335335

Der A34 Comet „Celerity“ steht für den Höhepunkt der britischen Kreuzerpanzerentwicklung im Zweiten Weltkrieg. Schnell, zuverlässig und tödlich effektiv. Als eines der frühesten und prägendsten Projekte von BAIV restauriert, bildet dieser Comet die Brücke zwischen der Kriegsgeschichte und dem Ursprung von BAIVs Restaurierungstradition.

Globale Zeitachse

Die Geschichte des A34 Comet Mk1 Model A 'Celerity'

Der A34 Comet war der letzte und zugleich leistungsfähigste britische Kreuzerpanzer des Zweiten Weltkriegs. Er vereinte die hohe Mobilität des Cromwell mit der erheblich gesteigerten Feuerkraft der neuen 77-mm-HV-Kanone. Mit verstärkter Christie-Federung, geschweißtem Turm, verbesserter Panzerung und dem 550 PS starken Meteor Mk III-Motor bot der Comet eine außergewöhnliche Kombination aus Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Feuerkraft während des letzten alliierten Vormarsches nach Deutschland.
1945

Einsatz im Krieg

Der Comet diente 1945 bei der 29th Armoured Brigade und kam sowohl während der Operation Plunder als auch beim weiteren Vormarsch der Alliierten in Deutschland zum Einsatz.

2014

Zustand bei der Auffindung

Das Fahrzeug wurde als ausgeschlachtete, unvollständige Wanne von einem Truppenübungsplatz geborgen. Es war teilweise demontiert, nie restauriert worden, jedoch strukturell authentisch erhalten.

2015

Beginn der Restaurierung

Die Restaurierung begann mit der vollständigen Zerlegung des Panzers – Bauteil für Bauteil, bis hin zur letzten Schraube.

2016

Zustand nach der Restaurierung

Vollständig neu aufgebauter, Class-A-restaurierter und historisch korrekter Comet unter Beibehaltung seiner ursprünglichen Identität 'Celerity'.

Highlights

BAIV investierte insgesamt 6.112 Arbeitsstunden in die Bergung, den Wiederaufbau und die Rückführung dieses historisch belegten Comet in einen voll funktionsfähigen, musealen Zustand. Unter maximalem Erhalt der Originalsubstanz und gleichzeitiger Rekonstruktion fehlender Systeme wurde dieses Projekt zu einem Meilenstein in der Entwicklung von BAIV als international anerkanntes Restaurierungsunternehmen.

Highlight 1

Umfassende mechanische Überholung und Rekonstruktion unter Verwendung zahlreicher originaler, zeitgenössischer Bauteile.

Highlight 2

Vollständige Restaurierung von Turm, Antriebsstrang, Fahrwerk, Panzerung und Innenraum entsprechend dem Dienstzustand von 1945 bis in die frühen 1950er-Jahre.

Highlight 3

Restauriert zu Ehren der historischen Fahrzeugidentität „Celerity“ sowie des Besatzungsmitglieds Trooper Dennis Frederick Pannell.

Restaurierung dokumentiert

Restaurationsfotobuch

Zu jedem Restaurierungsprojekt erstellt BAIV ein umfassendes Restaurationsbuch, das den gesamten Prozess von Anfang bis Ende anhand hunderter detaillierter Fotografien dokumentiert. Diese Bücher bieten einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen handwerklicher Präzision, technischer Kompetenz und historischer Genauigkeit, die jede BAIV-Restaurierung auszeichnen. Interessierte sind eingeladen, diese Publikationen herunterzuladen, um ein tieferes Verständnis unserer Arbeitsweise, technischen Möglichkeiten und unseres Qualitätsanspruchs zu gewinnen.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Restaurationsbuch. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken des Restaurationsprozesses.

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Hintergrundgeschichte

Der A34 Comet entstand 1943 als britische Antwort auf die zunehmend leistungsfähigen deutschen Panzerfahrzeuge. Entwickelt von Leyland Motors, verband er die Mobilität des Cromwell mit ernstzunehmender Feuerkraft: der neuen 77-mm-HV-Kanone, die in der Lage war, Panther- und sogar Tiger-Panzer zu bekämpfen. Angetrieben vom Meteor Mk III-Motor bot der Comet Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Wendigkeit – Eigenschaften, auf die britische Panzerbesatzungen lange gewartet hatten. Mit seiner Einführung Anfang 1945 erwarb sich der Comet rasch den Ruf, einer der besten alliierten Panzer des Zweiten Weltkriegs zu sein.

Der Comet im Zentrum der BAIV-Geschichte, mit der Registriernummer T335335 und der Seriennummer B2-363, diente 1945 beim 3rd Royal Tank Regiment unter dem Namen „Celerity“. Während der Operation Plunder stellte das Fahrzeug seine tödliche Wirksamkeit unter Beweis. Am 12. April 1945 gerieten Comets des 3RTR bei Essel in Gefechte mit Tiger-Panzern der Gruppe Fehrmann. Am folgenden Tag schalteten Comet-Besatzungen den von Oberleutnant Fehrmann geführten Tiger aus. „Celerity“, gefahren von Trooper Dennis Frederick Pannell, war Teil dieses Gefechts. Wenige Tage später nahm die Einheit an der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen teil.

Mitte der 1970er-Jahre tauchte der Panzer erneut auf, als ihn die deutsche Bundeswehr von einem Truppenübungsplatz barg, um ehrenamtliche Restaurierungsarbeiten am Comet des Panzermuseums Münster zu unterstützen. Obwohl er letztlich nicht als Ersatzteilspender verwendet wurde, gelangte T335335 nach Großbritannien und wurde später Teil der Sammlung des Isle of Wight Military Museum. Eine teilweise Demontage begann, doch die Restaurierung kam für Jahrzehnte zum Stillstand.

Im Jahr 2014 erfuhren Ivo Rigter Sr. und Jr. von der Verfügbarkeit dieses Comet. Sie erkannten sofort seine außergewöhnliche Kriegsgeschichte und den bemerkenswert intakten strukturellen Zustand und brachten das Fahrzeug in die Niederlande – ein Schritt, der den Beginn von BAIVs Panzerrestaurierungsaktivitäten markierte. Ein unerwarteter Fund begleitete das Projekt: ein umfangreicher Bestand originaler Comet-Ersatzteile aus Kriegs- und früher Nachkriegszeit, der eine historisch exakte Restaurierung ermöglichte.

Zwischen 2015 und 2016 investierte BAIV 6.112 Arbeitsstunden in die Restaurierung. Jedes System – Motor, Fahrwerk, Wanne, Turm, Elektrik, Innenraum und Bewaffnung – wurde auf Werksstandard zurückgeführt. Das Ergebnis war eine der vollständigsten und authentischsten Comet-Restaurierungen, die je durchgeführt wurden. Unmittelbar nach Abschluss wurde das Fahrzeug vom House of Tank Museum in Wichita, Kansas, erworben.

Im September 2025 wechselte „Celerity“ in das Museum of American Armor in Old Bethpage, New York. Die Übergabe, durchgeführt von Joël Daniëls und Ivo Rigter Sr., umfasste eine umfassende Einweisung, Bedienungsschulungen und detaillierte technische Briefings, um den langfristigen Erhalt dieses historischen Fahrzeugs zu sichern.

Heute ist „Celerity“ weit mehr als ein restaurierter Panzer. Sie steht als Symbol für britische Ingenieurskunst, militärischen Mut und den Ursprung von BAIVs Engagement für den Erhalt historischen Militärgeräts. Ein bleibendes Denkmal für die Panzerbesatzungen, die Westeuropa befreiten – jene, die „mit Geschwindigkeit“ kämpften, mit Entschlossenheit und unerschütterlichem Ziel.

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