Im Dezember 2019 wurde BAIV von Herrn Dan Starks vom National Museum of Military Vehicles kontaktiert, der den ausdrücklichen Wunsch äußerte, den äußerst seltenen M46 Patton in die Sammlung seines Museums aufzunehmen. Da der M46 zu den seltensten Panzern überhaupt zählt – weltweit sind nur dreiundzwanzig Exemplare erhalten – startete BAIV eine weltweite Suche.
Eine vielversprechende Spur in Polen führte zu einer turmlosen, jedoch bemerkenswert vollständigen Wanne sowie zu einem leeren Turm, der auf demselben Gelände aufgefunden wurde. Das Fahrzeug hatte zuvor als Ausbildungspanzer der US-Armee in Italien gedient und war anschließend über Jahrzehnte hinweg unter Dach eingelagert worden, bevor es nach Polen verbracht wurde.
Nach einer Zustandsprüfung im März 2020 organisierte BAIV den Erwerb. Im August 2021 trafen Wanne und Turm in Nederweert ein. Die Restaurierung begann im Januar 2022 und erforderte mehr als 4.150 Arbeitsstunden.
Der ursprüngliche Motor war nicht mehr instandsetzbar, jedoch konnte in Belgien ein geeigneter Ersatz beschafft werden. Der seltene Turmdrehkranz sowie eine 90-mm-Kanone M3A1 wurden schließlich ebenfalls gefunden. Letztere stammte aus dem Wrack eines beschädigten Pershing auf einem deutschen Truppenübungsplatz und wurde mit größter Sorgfalt vollständig überholt.
Recherchen ergaben, dass dieser M46 ursprünglich als M26 Pershing gebaut und später aufgerüstet worden war. Anschließend kam er im Koreakrieg zum Einsatz, wo er seine Gefechtsmarkierungen beibehielt. Später wurde er im Zuge der Einführung des M47 als Ausbildungspanzer nach Italien verlegt, wo die Besatzungen das charakteristische „Calimero“-Emblem anbrachten. Trotz der Entfernung des Turms während der Ausbildungszeit blieben Wanne und Innenraum in bemerkenswert gutem Zustand erhalten.
Das Spezialistenteam von BAIV setzte sämtliche Hauptsysteme wieder in einen voll funktionsfähigen Zustand. Im Juni 2023 absolvierte der M46 erfolgreich seine Erprobungsfahrten.
Zur Würdigung des Vermächtnisses der Panzerbesatzungen des Koreakrieges wurde das Fahrzeug als Hommage an Corporal Thomas A. Lyke vom 6th Tank Battalion fertiggestellt. Lykes außergewöhnliche Geschichte – Einsätze bei Seoul und Pjöngjang, die Zerstörung seines Panzers im April 1951 sowie 855 Tage als Kriegsgefangener – steht sinnbildlich für den Mut jener Soldaten, die in den frühen Jahren des Kalten Krieges kämpften.
Der restaurierte M46 Patton zählt heute zu den weltweit wenigen noch fahrbereiten Exemplaren: ein seltener Überlebender, der wieder zum Leben erweckt wurde, und ein eindrucksvolles Denkmal für die Soldaten, die mit ihm dienten.