M7B1 Priest 105 mm Selbstfahrlafetten-Haubitze

M7B1 Priest 105 mm Selbstfahrlafetten-Haubitze

Diese M7B1 Priest aus dem Jahr 1944, in Deutschland wiederentdeckt und von BAIV restauriert, stellt ein vollständig wiederbelebtes Kampffahrzeug des Zweiten Weltkriegs dar, zurückgeführt auf den originalen Ausrüstungsstand von 1945. Mehr als eine Restaurierung ist dieses Projekt eine Hommage an handwerkliches Können, Geschichte und das Vermächtnis der alliierten Artillerieeinheiten.

Globale Zeitachse

Die Geschichte der M7B1 Priest 105 mm Selbstfahrlafetten-Haubitze

Die M7 Priest war eine mobile 105-mm-Selbstfahrlafette auf dem bewährten Fahrgestell des M4 Sherman. Die Kombination aus hoher Feuerkraft, guter Mobilität und leichter Panzerung machte sie zu einem schnellen und flexiblen Artillerieunterstützungsfahrzeug für alliierte Panzerverbände – von Nordafrika bis Nordwesteuropa.
1945

Einsatz im Krieg

Die M7 Priest wurde intensiv in Nordafrika, Italien, in der Normandie sowie während des letzten alliierten Vormarsches nach Deutschland eingesetzt.

2018

Zustand bei der Auffindung

Das Fahrzeug wurde vollständig, jedoch stark gealtert aufgefunden. Es war jahrzehntelang eingelagert, wurde nie als Schießziel verwendet und stellte daher eine außergewöhnlich gute Basis für eine Restaurierung dar.

05.12.2022

Beginn der Restaurierung

Obwohl sich das Fahrzeug in weitgehend vollständigem Zustand befand, entschied man sich bewusst für eine vollständige Class-A-Restaurierung, um den höchstmöglichen historischen und technischen Standard zu erreichen.

25.5.2024

Zustand nach der Restaurierung

Vollständig einsatzbereiter, Class-A-restaurierter Priest im Originalzustand von 1945, mit authentischem Innenraum, überholtem Antriebsstrang und historisch korrekter Außenkennzeichnung.

Highlights

In über 3.850 Arbeitsstunden wurde das Fahrzeug vollständig neu aufgebaut. Das Projekt umfasste eine komplette Überholung des Ford-GAA-V8-Motors, eine vollständige Rekonstruktion des Innenraums, historisch korrekte Markierungen der 2nd Armored Division sowie die sorgfältige Rückführung späterer französischer und deutscher Umbauten in eine authentische Spät-WO-II-Konfiguration.

Highlight 1

Komplette Überholung des originalen Ford-GAA-Motors gemäß werk- und kriegszeitlichen Spezifikationen.

Highlight 2

Rückbau der französischen M7B2-Modifikationen zur originalen US-Army-Konfiguration von 1945.

Highlight 3

Außenlackierung und Markierungen des 78th Armored Field Artillery Battalion der 2nd Armored Division „Hell on Wheels“.

Restaurierung dokumentiert

Restaurationsfotobuch

Zu jedem Restaurierungsprojekt erstellt BAIV ein umfassendes Restaurationsbuch, das den gesamten Prozess von Anfang bis Ende anhand hunderter detaillierter Fotografien dokumentiert. Diese Publikationen bieten einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen von Handwerk, Präzision und technischer Expertise, die jede BAIV-Restaurierung auszeichnen. Interessierte können diese Bücher herunterladen, um ein tieferes Verständnis unserer Arbeitsweise, technischen Möglichkeiten und unseres Qualitätsanspruchs zu erhalten.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Restaurationsbuch. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken des Restaurationsprozesses.

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Hintergrundgeschichte

Die Restaurierung dieser M7B1 Priest aus dem Jahr 1944 zählt zu den bedeutendsten Projekten von BAIV und vereint historischen Respekt, technisches Können und ein tiefes Bewusstsein für Erinnerungskultur.

Das Fahrzeug wurde im Februar 1945 von der Pressed Steel Car Company in Chicago (Wannen-Nr. 4606) gefertigt und nahm vermutlich in den letzten Kriegsmonaten am Vormarsch der US-Streitkräfte in Deutschland teil. Nach Kriegsende wurde es in einem US-Depot in Frankreich eingelagert und später von den französischen ABS-Werkstätten zur M7B2-Version umgebaut. In den 1960er-Jahren gelangte das Fahrzeug zur deutschen Bundeswehr und wurde dort als Fahrschulfahrzeug eingesetzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Exemplaren wurde es nie verschrottet oder als Schießziel genutzt – eine außergewöhnliche Voraussetzung für eine originale Restaurierung.

Im Mai 2018 wurde die Priest von Ivo Rigter Sr. und Jr. auf dem Gelände des deutschen Sammlers Achim Wagner wiederentdeckt. Trotz jahrzehntelanger Freilagerung war das Fahrzeug bemerkenswert vollständig. Die erforderlichen Genehmigungen und Exportfreigaben nahmen mehrere Jahre in Anspruch. Erst Ende 2021 erreichte die Priest die BAIV-Werkstatt in Nederweert und begann ein neues Kapitel.

Die Restaurierung startete Ende 2022 mit einem ehrgeizigen Ziel: Fertigstellung vor dem 80. Jahrestag von D-Day im Jahr 2024. In über 3.850 Arbeitsstunden baute das BAIV-Team die Priest vollständig neu auf. Der legendäre Ford-GAA-V8-Motor wurde komplett überholt, der Innenraum originalgetreu nach dem Stand von 1945 rekonstruiert und jedes einzelne Bauteil gereinigt, instandgesetzt oder neu gefertigt.

Das Fahrzeug erhielt die Markierungen des 78th Armored Field Artillery Battalion der 2nd Armored Division „Hell on Wheels“, einer der kampferfahrensten Einheiten des Krieges. Damit würdigte BAIV die Besatzungen, die in der Normandie, in den Ardennen und tief in Deutschland gekämpft hatten.

Im Sommer 2024 erwachte die Priest während der 80-jährigen D-Day-Gedenkveranstaltungen in der Normandie erneut zum Leben. Anschließend nahm sie problemlos an der zehntägigen XXX-Corps-Gedenkfahrt zum 80. Jahrestag der Operation Market Garden teil und legte dabei über 160 Kilometer gemeinsam mit 270 historischen Fahrzeugen zurück. Weitere Einsätze in Overloon, bei den Gedenkveranstaltungen zur Schlacht an der Schelde sowie zur Befreiung von West-Brabant unterstrichen ihren Status als voll einsatzfähiges rollendes Denkmal.

Im März 2025 fand das Fahrzeug seine endgültige Bestimmung: Es wurde im Rahmen einer staatlichen Initiative zum kulturellen Erbe vom Museu do Caramulo in Portugal erworben. Dort setzt die Priest ihre Mission fort – nicht mehr als Kriegswaffe, sondern als lebendiges Denkmal für Frieden, Erinnerung und technische Exzellenz.

Die Restaurierung der M7B1 Priest verkörpert alles, wofür BAIV steht: Authentizität, Handwerkskunst, Leidenschaft und Respekt vor der Geschichte. Sie zeigt, wie engagierte Hände und Herzen vergessenes Stahlmaterial in ein bewegendes Vermächtnis verwandeln können, das Generationen verbindet.

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